Über uns

Der überwiegende Teil der Medizinstudierenden ist heute weiblich. Mehr als 60% der Studienanfänger sind Frauen, die am Ende ihres Studiums ein klinisches Fach für die Facharzweiterbildung wählen müssen.

Traditionell gilt die Chirurgie als sehr arbeitsintensives, hierarchisches und familienunfreundliches Umfeld. Unter anderem aus diesen Gründen haben die chirurgischen Fächer Probleme, Medizinstudierende für das Fach zu begeistern. Dadurch herrscht in der Chirurgie ein zunehmender Nachwuchsmangel.

Mit einem Anteil von weniger als 20% sind Frauen in den chirurgischen Fächern absolut unterrepräsentiert. In den Führungspositionen wird dieses Verhältnis noch weiter zu Ungunsten der Frauen verschoben, so dass jungen Medizinstudentinnen Vorbilder fehlen. Hinzu kommt das traditionell männlich geprägte Image der Chirurgie mit hoher Arbeitsbelastung, Konkurrenzdruck und fehlender Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Um diesem Ungleichgewicht entgegenzutreten und Frauen für die Berufswahl Chirurgie zu ermutigen, ist die Arbeitsgruppe „Perspektive Chirurgie“ gegründet worden. Die Gruppe setzt sich zusammen aus Mitarbeiterinnen der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie der Uniklinik Köln und dem Prodekanat für akademische Entwicklung und Gender der Universität zu Köln unter der Leitung von PD Dr. Jessica Leers und Univ. Prof. Dr. Christiane Woopen. Ziel der Arbeitsgruppe ist es Hemmnisse aufzudecken, die Frauen an der Wahl eines chirurgischen Faches hindern, und dadurch langfristig den Frauenanteil in der Chirurgie zu erhöhen.

Aufteilung in % der Studienanfänger Medizin
  • Frauen
  • Männer
Anteil in % in der Chirurgie
  • Männer
  • Frauen
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